PostHeaderIcon Geschichte des FZ Queidersbach

    Die Anfänge


    Im April 1960 beschlossen einige unternehmungslustige Männer der Gilde, innerhalb des Schützenvereins einen Fanfarenzug aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber noch keinerlei finanzielle Mittel vorhanden um die benötigten Instrumente anzuschaffen. Nachdem man jedoch die Geschäftsleute von Queidersbach angesprochen hatte, konnten die ersten Instrumente angekauft werden.

    Spielleiter war anfangs Hans Scherer.

      

    Den ersten Auftritt hatte der Fanfarenzug noch im selben Jahr anlässlich eines Vereinsausfluges nach Ebernburg. Der Zug war damals bekleidet mit schwarzer Hose und weißem Hemd. Er bestand aus neun Bläsern und drei Trommlern.

    Nach und nach erfuhr der Zug eine Vergrößerung und war bereits im Jahre 1961 in der Lage, im Auftrag des „Pfälzischen Schützenbundes“ nach München zu fahren und dort am Jubiläum des Deutschen Schützenbundes teilzunehmen.
    Im Laufe der Zeit änderte sich auch in der Besetzung des Zuges einiges, er bestand

    in diesem Jahr aus 27 Männern.


    Durch die Beschaffung von neuen Schützenjacken bekam der Zug ein einheitliches Bild in seinem Auftreten. Aber das alleine genügte zum Musikmachen nicht, also wurde ein neuer Stabführer verpflichtet: Werner Schneider. Ebenso wurden eine Standarte und Fanfarenbehänge angeschafft.

     

     

    Verbandszugehörigkeit

     

    Trotz der Umstrukturierung kam der Zug in seiner damaligen Aufmachung nicht richtig zur Geltung. Die Vereinsleitung nahm Fühlung mit dem Vorsitzenden des Verbandes historischer Fanfarenzüge auf.

    Der Schützenfanfarenzug, das war damals sein Name, wurde in den Verband aufgenommen. Dieser machte den Queidersbachern daraufhin aber zur Auflage, dass der Fanfarenzug sich im Laufe der Zeit historische Trachten besorgen müsse. Die große Frage war nun: „Wo bringen wir das Geld auf ? “

    Seit 1962 ist der Fanfarenzug also Mitglied des Verbandes Südwestdeutscher Fanfarenzüge. Fast in jedem Jahr nehmen wir an den Verbandstreffen (bzw. Sektionstreffen) der historischen Fanfarenzüge teil, welche z.B. schon in Wiesloch, Rastatt, Ihringen, Hockenheim u.s.w. stattfanden.

    Seit dieser Zeit trägt der Fanfarenzug auch den Namen „Sickinger Landsknechte“ e.V. und präsentiert sich stolz in seinen Landsknechtstrachten.

     

     

    Die Finanzierungsfrage

     

    Um die Auflage des Verbandes zu erfüllen, wurde schon bald die Finanzierungsfrage in Angriff genommen und erfordert von den Mitgliedern manches Opfer. Ministerpräsident Altmeier beteiligte sich mit einer Spende von 500 DM. Ortspfarrer Bieg spendete 100 DM. Außerdem gab es noch einige andere großherzige Spender.
    Endlich war das Ziel erreicht: der Fanfarenzug konnte eingekleidet werden.  

    Von dieser Zeit an begann die Erfolgsserie des Zuges. Um Einsatzmöglichkeiten brauchte nicht mehr gebangt zu werden. Die „Sickinger Landsknechte“ wurden zu Feierlichkeiten der Gemeinden nicht nur innerhalb der Pfalz eingesetzt, sondern auch außerhalb des pfälzischen Raumes. 

    Zwischenzeitlich konnte der Zug auch erheblich verstärkt werden und hatte nun eine Stärke von 35 Mann. Er setzt sich zusammen aus einem Standartenträger, drei Fahnenschwingern, fünf Trommlern und sechsundzwanzig Bläsern.

    Bei den Alsenborner Landsknechten hatten die Queidersbacher die Patenschaft übernommen. Patenverein der „Sickinger Landsknechte“ wurde der Fanfarenzug der DJK Bexbach ( Saar ).

     

     

    Der Fanfarenzug wird ein eigenständiger Verein

     

    Der Fanfarenzug „Sickinger Landsknechte“ der bisher der Sportschützengilde Queidersbach angehörte, hatte 1971 seine Mitglieder zur Neugründung eines eigenständigen Vereins in die Wirtschaft „Bold“ eingeladen. Gottfried Kraus eröffnete die Zusammenkunft und erteilte dem langjährigen ersten Vorsitzenden des Gesamtvereins, Leonhard Köhler, das Wort.

     

    Zur Tagesordnung übergehend, einigte man sich einstimmig, dass der Zug seinen bisherigen Namen beibehalten werde und gerichtlich eintragen wird. Köhler erläuterte die neu ausgearbeitete Satzung, die jedem Anwesenden vorgelegt und einstimmig gebilligt wurde.

     

    Die Neuwahl des Vereinsvorstandes hatte folgendes Resultat:
    Erster Vorsitzender Gottfried Kraus, zweiter Vorsitzender Alwin Klingel, Schatzmeister Werner Haag, Schriftführer Oskar Scherer. Artur Sievers und Karl-Heinz Wilhelm wurden Beisitzer, Paul Gries sowie Otto Nägele zu deren Stellvertreter bestellt. Das Amt des Kassierers übertrug man Walter Klingel. Zu den Kassenprüfern wurden Leonhard Köhler und Hermann Anstäth bestellt. Werner Schneider blieb wie bisher Spielleiter und Paul Gries auch Instrumentenverwalter.

     

     

    Neue Standarte für die "Sickinger Landsknechte"

     

    Da wir jetzt ein eigenständiger Verein waren und neue Trachten hatten, gehörte auch eine neue Standarte dazu. Und so wurde im Mai 1973 in einem Frühgottesdienst die neue Standarte geweiht. Mit dabei waren eine Abordnung aus Wattenheim, dessen Fanfarenzug die neue Patenschaft übernommen hatte und der Musikverein Geiselberg, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte.
    Pfarrer Bresky sagte, dass die Standarte den Spielleuten stets ein Wegweiser in Ewigkeit und Treue sein soll.

     

    In der Festhalle „Sickinger Hof“ wurde die Standarte vom Patenverein Wattenheim an den Fanfarenzug „Sickinger Landsknechte“ übergeben.

    Nachmittags bewegte sich ein farbenprächtiger Zug durch die Gemeinde. Hunderte von Spielleuten schmetterten ihre Weisen, von Trommelschlag begleitet, durch die Straßen. Das anschließende Freundschaftsspiel wurde vom Patenverein Wattenheim eröffnet. Unser alter Patenverein aus Bexbach überreichte uns eine Schleife für die neue Standarte.


    Ortbürgermeister Karl Wintergerst appellierte an die Spielleute des Fanfarenzuges, die neue Standarte als sichtbares Zeichen der Zusammengehörigkeit und als Symbol der Treue und Kameradschaft auch für kommende Generationen in Ehren zu halten.

     

     

    Neue Trachten für den Fanfarenzug

     

    1979 wurden wieder neue Trachten angeschafft, da die alten verbraucht waren.
    Der Zug hatte in dieser Zeit die Stärke von 30 aktiven Spielleuten, davon 7 Trommler, 16 Bläser, 6 Fahnenschwinger und ein Standartenträger.

     

    Die Aufmachung der neu beschafften Uniformen von damals, haben wir bis heute beibehalten. Zwar wurden in den letzten Jahren immer wieder neue Trachten angefertigt, da ein paar der Alten zerschlissen waren, aber einige der original Trachten von 1979 werden noch heute von unseren Spielleuten voller Stolz getragen.